Dieser Beitrag liegt mir sehr am Herzen. Er handelt von meinem allerliebsten Hund namens Bernhard. Und ja, der Name ist lustig – aber er passt wie „die Faust auf’s Auge“, ihr werdet es merken.

Wie alles begann…

Im Jahr 2015, haben wir beschlossen, dass wir unserem zuckersüßen Mops ein Geschwisterchen geben möchten und haben angefangen uns auf die Suche zu machen. Wir hatten keine genaue Vorstellung davon, wie das neue Familienmitglied sein soll, also Rasse, Größe etc. Per Zufall sind wir dann über willhaben.at auf einen Hund namens „Grinch“ gestoßen. Sein Hundeblick war einfach zum Dahinschmelzen und auch seine Geschichte hat ihn direkt in unser Herz katapulitiert.

Aus „Grinch“ aus Rumänien, wurde „Bernhard“ aus Wien

Sein Name war Grinch und er war eine wilde Mischung aus Mops, Beagle & Cavalier King Charles. Er war zu der Zeit 4 Monate alt und befand sich gerade in einem Shelter in Ungarn. Hier seine Geschichte: Er wurde gemeinsam mit seinen Geschwistern am Straßenrand in einem Karton an der rumänischen Grenze zu Ungarn gefunden. Sie waren ungefähr 2 Monate alt und unterernährt. Die Kleinen wurden zur Pflege aufgenommen, aufgepäppelt und dann zur Adoption freigegeben. Das war der Zeitpunkt, an dem wir ins Spiel kamen. Ich habe also ein kurzes Mail verfasst und uns als Familie vorgestellt. Kurze Zeit darauf, kam auch schon ein Anruf von der Dame der Tierschutzorganisation und wir machten uns einen Termin aus. Das war ziemlich aufregend, zumal wir noch keine Ahnung hatten wie das alles werden würde. Ob sich der Mops mit dem Kleinen vertragen würde. Oder ob es Streitereien geben würde, weil es zwei Rüden waren.

Tag X

Es war ein verregneter Samstag im September 2015, als wir auf der idyllischen Landstraße Richtung Ungarn fuhren. Mit dabei unser Mops Kenzo. Er durfte natürlich nichts davon verpassen, denn immerhin würde aus ihm bald ein großer Bruder werden. Als wir „Grinch“ das erste Mal sahen, haben wir uns sofort verliebt. Unser Mops hat ihn auch gleich ins Herz geschlossen und ihn von oben bis unten beschnuppert und abgeschmust. Ich könnte heute noch weinen vor Glück, wenn ich daran zurückdenke was für ein wunderschöner Moment das war. Und aus „Grinch“ aus Rumänien wurde „Bernhard“ aus Wien. Der Name war ein spontaner Einfall von meinem Freund.

Mutig, mutiger, Bernhard!

Ich kann mir gar nicht vorstellen, was für ein Leben er vorher gehabt haben muss. Er war anfangs ein bisschen zurückhaltend, dennoch neugierig. Alles musste beschnuppert werden, gleichzeitig suchte er dauernd Schutz. Es war eher schwierig am Anfang, weil ihm sehr viel Angst machte.

Mit der Zeit wurde er immer verspielter, in seiner Pubertät manchmal sogar zu verspielt. Von Tag zu Tag wurde er mutiger und glücklicher. Ich schwöre euch, ihr habt noch nie einen so dauerhaft glücklichen Hund erlebt, wie unseren Bernhard. Er hat so viele spezielle Eigenheiten und Charaktereigenschaften über die wir sehr viel lachen können. Was ihn ganz besonders auszeichnet, ist sein ständiger Drang nach Körperkontakt und Liebe. Davon bekommt er natürlich über die Maßen genug!

Würde ich nochmal einen Straßenhund adoptieren?

Auf jeden Fall JA! Wenn ich den Platz und die Zeit hätte, würde ich 200 adoptieren, nein 2000 sogar! Im Ernst jetzt, irgendwann sicher. Bernhard hat es geschafft unsere Herzen im Sturm zu erobern und gibt uns mehr, als wir ihm geben können. Er legt enorm viel Freude, Lebendigkeit und so viel Dankbarkeit an den Tag, da möchte man sich eine Scheibe abschneiden. Und ja, ich weiß es ist „nur“ ein Hund. Aber es ist ein Hund mit einer Geschichte. Einer Geschichte die so wunderschön und großartig ist, dass man daraus einen Film machen könnte.

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass jedes Tier ein schönes Zuhause verdient. Wenn ihr euch also überlegt einen Hund zu nehmen, dann geht nicht zu einem Züchter. Da draußen sind so viele Straßenhunde, so viele Bernhards die euch über alles lieben werden und ihr sie zurück.

Alles Liebe, Diana & Bernhard