Ich habe mir nie großartige Gedanken darüber gemacht, was oder wer ich eigentlich werden will. Vielmehr, habe ich eine Menge Berufe und Dinge ausprobiert, um nur letztendlich sagen zu können, dass ich jetzt denifitv weiß, was oder wer ich nicht werden möchte.

Mein 25. Geburtstag

Mittlerweile bin ich 25 Jahre alt. Kein Alter im Vergleich zu einem ganzen Leben und doch habe ich einen Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr weiter weiß. Nicht weil ich keine Möglichkeiten mehr habe, sondern eher das Gegenteil. Es sind einfach zu viele – zu viele Interessen, zu viele Ideen.

Am Morgen meines 25. Geburtstags fühlte ich mich eigentlich ganz normal. Anfangs.. doch dann überkam mich eine kleine Krise. Die sogenannte „Mid-Twenties Crisis“. Ich habe nicht studiert, zumindest nie fertig. Ich hatte gerade meinen Job aufgegeben und nun war ich 25 Jahre alt, ohne etwas Festes in der Hand zu haben. Trotzdem habe ich meinen Einstieg ins Vierteljahrhundert meines Lebens gebührend gefeiert.

Im Nachhinein betrachtet, hätte ich nicht so negativ sein müssen. Das Leben hält nämlich immer etwas für einen bereit. Meistens etwas überwältigend Gutes.

Im Leben gibt es viel mehr als Karriere.

Nach ein paar Wochen des inneren verzweifelns, stand ich immer noch am selben Punkt. „So kann das nicht weiter gehen“, dachte ich und habe mich intensiv mich mit meinen Wünschen und Träumen beschäftigt. Warum einen klassischen Beruf wählen, wenn man jederzeit seiner Berufung nachgehen könnte? Warum irgendwo Karriere machen und alles was glücklich macht einfach fallen lassen?

Ich werde Prinzessin, wenn ich groß bin…

Als Kinder träumen wir von den absurdesten Berufen wie Prinzessin oder Astronaut. Im Alter verlieren wir diesen Wunsch und wählen stattdessen einen Beruf der kein Risiko birgt. Einen sicheren Arbeitsplatz, der gut bezahlt wird.

Ich lüge euch nicht an. Ich hatte so einen Beruf, in dem ich sehr gut bezahlt wurde für mein Alter. Doch, das war mir zu wenig und zu eintönig. Zu sehr nicht ich. Dann habe ich gekündigt und stand vor der Welt der Möglichkeiten. Jedoch, habe ich danach einfach nochmal so einen Beruf gewählt und habe meine Berufung außen vor gelassen.

Im Leben gibt es mehr als Karriere. Das ist einer der Dinge die ich gelernt habe. Dinge wie Glück und Freude, Familie und Berufung – das ist das einzige was wirklich zählt.

Noch bin ich auf der Suche nach meinem großem WARUM und da bin ich bestimmt nicht die Einzige in den Mid-Twenties, die wirklich etwas Tun wollen, das ihnen Spaß.

Ich denke, dass vor allem unsere Generation, die 90’s Kids sich immer mehr in Richtung Selbstverwirklichung entwickeln möchten. Die Idee von einem fixen Job, zu dem ich jeden Tag fahren muss, um stur meine Arbeit zu erledigen, gibt mir ein gewisses Gefühl von Panik statt Freiheit. Das ist mir persönlich sehr wichtig im Moment. Die Freiheit etwas Tun zu können, was mir Freude bereitet.

Unkonventionell zu sein, ist oft sehr schwierig aber ich weiß, dass jeder seinen Weg finden wird.

Alles Liebe, Diana