Irgendwie ist dieses Thema an mir vorbei gezogen und vielleicht nervt es euch auch schon, aber ich muss jetzt auch meinen Senf hinzufügen. Als Austrofilipino passiert mir das ständig, diese Frage nach der Herkunft und Leute es nervt. Nicht nur, dass ich daran erinnert werde, das mein Gesicht nicht kaukasisch aussieht – ich empfinde es schon fast als Alltagsrassismus wenn diese Frage gestellt wird. Ich meine zu wissen, dass wir alle Menschen sind, egal wie wir aussehen und das Herkunft und Heimat zwei verschiedene paar Schuhe sind.

Neulich stand ich im Supermarkt, als eine ältere Dame mich gefragt hat, wo ich herkomme. Die Antwort „aus Wien“ reichte der guten Frau nicht und sie stocherte weiter mit der Aussage „Sie sind doch keine Wienerin“.

DANKE gute Frau für deinen rassistischen Input. Solche Dinge, höre ich schon mein ganzes Leben und es nervt.

Mach ich aus einer Mücke einen Elefanten?

Die Antwort hierdrauf ist ein klares NEIN. Denn nicht die kleine harmlose Frage „Woher kommst du?“ ist so schlimm – sondern die Häufigkeit und Selbstverständlichkeit, dass viele von klassischen Stereotypen ausgehen.

Natürlich meinen es viele nicht böse und fragen rein aus Neugier oder Interesse. Aber könnt ihr diese Frage vielleicht netter und subtiler verpacken?

Für Leute die nicht davon betroffen sind, klingt das alles vermutlich lächerlich oder kleinlich. Diejenigen wissen aber auch nicht, welche Kommentare man im Laufe der Zeit hören darf. Deswegen habe ich die katastrophalesten Aussagen aufgelistet.

Hier meine best of Alltagsrassismus:

„Du bist doch Asiatin. Kannst du dann chinesisch?“

„Ah, du hast also einen philippinischen Hintergrund! Ja die sind ein sehr fleißiges Volk.“

„Sag du bist keine Österreicherin oder?“

„Arg, du spricht ja akzentfrei Deutsch!“

„Du bist also ein Mischling!“

Danke für die dummen und wirklich unnötigen Aussagen. In Asien gibt es übrigens auch mehr Länder als nur China, ganz nebenbei bemerkt.

Das Wort Mischling, lieb ich heiß – NOT! Ich bin keine Rasse, ich bin ein Mensch – aber danke für das Gefühl nicht zugehörig zu sein.

Ich wollte schon lange mal einen Beitrag über dieses Thema schreiben, hatte aber noch nie einen Anreiz diese Thematik aufzugreifen.

Fazit: Ich bin also genauso wie alle anderen #vonhier. Aufgewachsen mit der österreichischen Kultur, mit wenig bezug zur philippinischen außer meinem Aussehen.

Danke und Amen.

Alles Liebe,

Diana