Ein kühler Wind. Die Luft riecht erdig. Es herrscht eine wunderschöne, fast friedliche Stille. Alles ist ruhig. Mucksmäuschenstill.

Ich schließe meine Augen und versuche mich daran zu erinnern, wann wir das letzte Mal beim gemeinsamen Frühstück saßen. Ich versuche mich an deine Stimme zu erinnern. An deinen Geruch. An deine lustige Art, wenn du morgens die Zeitung gelesen hast und dabei alle paar Minuten deine Nase gerümpft hast. An das letzte Mal als du mich in den Arm genommen hast, weil man mir mein Herz gebrochen hat.

Wir haben Abschiede gehasst. Immer schon. Kannst du dich daran erinnern, wie das war als ich nach den Ferien oder nach dem Wochenende Rotz und Wasser geheult habe, weil ich wieder heim musste und nicht bei dir sein konnte? Abschiede waren wirklich nie so unser Ding. Und vor ein paar Jahren, als du gegangen bist, haben wir auch vergessen uns zu verabschieden, einfach weil wir das nicht so gern mögen.

Heute die Jahre danach, würde ich dir gerne so viel erzählen. So viel mehr. Ich war sehr lange wirklich sauer und konnte nicht verstehen, wieso das alles passiert ist. Stunde um Stunde, habe ich um dich geweint und getrauert. Und langsam wurden Tage zu Monate und mittlerweile Jahre.

Du warst mein Fels in der Brandung. Mein Anker im Meer. Ich bin so dankbar so viel von dir gelernt zu haben. Du hast mir immer Ratschläge gegeben. Hast mich aufgemuntert und mich motiviert. Du hast mich zu dem gemacht, wer ich heute bin.

Ich schreibe diese Zeilen, weil die Zeit mit dir so schnell verging wie ein kühler Wind.